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Marienschießen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Samstag, 02 Juni 2012

Die Geschichte des Marienschießens

Papst Bonifacius IX. hatte 1369 die Mariendienste anlässlich „Marie Heimsuchung“ zum 2.Juli eingeführt. Vom Basler Konzil 1441 sind diese dann zum allgemeinen kirchlichen Fest erhoben worden. In alten Rechnungen steht der 2.Juli als Termin der Rechnungsablage für Ausgaben zum kirchlichen Marienfeste. An diesem Tag wurden Marienfeste auch in anderen Gegenden begangen.
Der Bischof Dietrich von Meißen bestätigt in einer Urkunde von 1473 auch die Einführung des Mariendienstes. Die Schützengilde bestand erst wenige Jahre und so wird sie, die zunächst ihren Hauptaltar des heiligen Leichnams in der Nicolaikirche hatte, den Mariendienst noch mit übernommen haben. Die Schützengilden standen damals noch in enger Beziehung zur Kirche und daher scheint die Einführung des Mariendienstes mit dem Beginn des Marienschießen in Verbindung gebracht werden zu müssen. Interessant ist, dass der Mariendienst in Pulsnitz in der Kirche zu „Unserer lieben Frauen“ eingeführt wurde. Das war jene Kirche, die damals inmitten eines großen „Gartens“ vor der Stadt gelegen war. Die Fläche umfasste das Gelände an der heutigen Wettinstraße, Fabrikstraße und dem Julius-Kühn-Platz. Bereits 1610 wurde die Armbrust zum Schießen auf den Vogel durch das Gewehr abgelöst.  Ab dieser Zeit schießen die Schützen auch in Pulsnitz mit dem Gewehr nach Scheibe und Vogel
                                                                                                                                                                  
Der Schützenkönig erhielt eine Königskette (oder Königsgehänge) welche aus  18 Silberschilden bestand, die in die Zeit von 1503 bis 1745 einzuordnen sind. Die Marschallskette (oder Marschallsgehänge) bestand aus 11 Silberschilden. Diese wurden in der Zeit von 1661 bis 1718 vergeben. Ab etwa 1800 wurde die Schenkung von silbernen Schildern aufgehoben.1886 fiel das Schießen nach dem Vogel auf der Stange zum ersten Mal aus.Das Stadtbild hatte sich verändert. Viele Häuser waren in der Nähe des Schützenplatzes entstanden und damit Menschen sowie Wohnungen und anderes Eigentum durch über das Ziel hinausgehende Kugeln gefährdet. Danach wurde nur noch nach bemalten Scheiben, den Königsscheiben, geschossen. Einige davon kann man heute wieder im Schützenhaus und beim Pulsnitzer Schützenverein bewundern.

„Die Zeit vergeht, der Mode Glanz und Schimmer, doch Männer denken heute so wie immer.  Des  Schützen außen ist zwar umgestaltet, doch Sinn und Geist in keiner Zeit veraltet.“

Diesen Vers trug eine Scheibe, welche 1890 Bernhard Rietschel den Pulsnitzer Schützen schenkte. Seit Beginn war das Marien – und Pfingstschießen ein Volksfest in Pulsnitz. Bereits 1810 boten Bäcker und Kirschen Leute Süßigkeiten und Früchte zum Verkauf auf dem Festplan an.

Der Schützenverein Pulsnitz 1467 e.V. führt diese schöne Tradition des Vogelschießens (Adlerschießen) mit der Armbrust weiter. Wir wünschen uns, dass das Marienschießen Interesse findet und sich wieder zu einem Fest für Pulsnitz entwickelt.
 
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